Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V.

Kreisvereinigung Ennepe-Ruhr

13.01.2010
Gevelsberg 21.01. bis 2.02.2010

3. Gevelsberger Aktionswoche für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt

In diesem Jahr findet die dritte „Aktionswoche für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt“ statt. Siehe Programm. Initiiert wurde diese Woche vom „Runder Tisch gegen Gewalt der Stadt Gevelsberg“. Hier arbeiten schon seit einigen Jahren zahlreiche gesellschaftliche Institutionen zusammen u. a. Parteien, Kirchen, Schulen, antifaschistischer Arbeitskreis, die VVN-BdA, Sportvereine. Auf Antrag der SPD-Ratsfraktion beschloss der Stadtrat 2007 einstimmig jährlich eine Aktionswoche mit dem obigen Thema durchzuführen. Einführend heißt es dazu: „Gevelsberg ist eine tolerante Stadt mit vielen Farben und Lebensstilen. Das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen zu bewahren, ist eine wichtige Aufgabe nicht nur der Politik, sondern auch der Bürgerschaft. ...“

In diesem Sinne wünschen wir den zahlreichen Veranstaltungen einen regen Zuspruch und viel Erfolg.

Programm 3. Aktionswoche für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt 21.1. -2.2.2010 (Stand: 13.01.2010)

Donnerstag, 21.01.

Film „Die Anwälte“ von Birgit Schulz Ein Foto ist der Ausgangspunkt für diese Filmidee, ein Foto, das drei Männer in einem Berliner Gerichtssaal abbildet: Otto Schily, Hans-Christian Ströbele und Horst Mahler, Anfang der 70er Jahre. Damals sind alle drei Anwälte der linken außerparlamentarischen Opposition. In der abgebildeten Situation sitzt Mahler auf der Anklagebank und Schily und Ströbele sind seine Verteidiger. Den Staat BRD sehen sie als Unterdrücker politischer Freiheit und als Vasallen der USA.

Die drei Anwälte wollen eine andere Republik. Uneins sind sie sich über den Weg dorthin. Mahler hat einen Molotow-Cocktail geworfen und versucht, der RAF Waffen zu besorgen, die beiden anderen fechten mit Worten.

Was diese drei Männer damals verbindet, ist der Kampf für ihre Vorstellungen von einer »linken Gerechtigkeit« und dass sie das Risiko eingehen, sich öffentlich mit Menschen zu solidarisieren, die als Staatsfeinde gelten. Ein Dreigestirn, das spektakuläre politische Prozesse führt: Sie legen sich mit Axel Springer an, mit Polizeipräsidenten, hohen Richtern und verbringen manches Wochenende miteinander.

Heute ist der eine SPD-Bundesinnenminister a.D., der andere ist das linke Gewissen der Grünen im Bundestag und der dritte einer der Anführer der rechten Szene. Sie decken das politische Spektrum der Bundesrepublik ab: Ströbele ist der unbeirrbare Linke, Schily der Bürgerliche in der konservativen Mitte, Mahler der Rechtsextreme.

Heute, 38 Jahre später, wäre es nicht mehr möglich, das Trio für ein gemeinsames Foto zu gewinnen. Schily und Ströbele gehen sich aus dem Weg, Mahlers Nähe meiden sie beide.

Der Film verfolgt die Biografien von drei Männern, die einer Generation angehören und die sich in derselben bundesdeutschen Wirklichkeit entwickelt haben.

Ausführliche Informationen zum Film im Internet unter www.dieanwaelte. de

Die FBW Filmbewertungsstelle Wiesbaden hat das Prädikat: besonders wertvoll an DIE ANWÄLTE - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE vergeben.

Ort: filmriss-Kino, Rosendahler Straße 18

Zeit: 20.00 Uhr

Eintritt: 6 € für Erwachsene, 5 € Jugendliche und 3,50 € Schüler mit Schülerausweis

Infos: www.filmriss.de

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Freitag, 22.01.

„...und dann will es keiner gewesen sein!“ - Humor, Lieder und Satire in der NS-Zeit

In der Nazi-Zeit kursierten viele Witze und satirische Lieder, die die gesellschaftliche Situation treffend beschrieben, ohne „das Kind beim Namen zu nennen“. Lieder und Texte werden im zeitgeschichtlichen Zusammenhang vorgetragen und kommentiert.

Protagonisten: Norbert Neukamp, Thomas Scherffig, Jürgen Taake

Ort: filmriss-Kino, Rosendahler Straße 18

Beginn: 20 Uhr

Eintritt: 5 €

Infos: www.filmriss.de

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Samstag, 23.01.

NGK-Konzert im Pub 18

Auch der Neue Gevelsberger Kulturverein (NGK) beteiligt sich mit einem Konzert an der Aktionswoche. Es spielen ein paar der ältesten und der jüngsten jungen Musiker Gevelsbergs zum Rock gegen Rechts auf. Die Profis für Ska und Reggae, "Watch it Crash", die nach einem Song ihrer musikalischen Vorbilder, der kalifornischen Vorzeigeband "Streetlight Manifesto" benannten Jungmusiker, werden den Anfang machen. Fortgesetzt wird der Abend von den mittlerweile lokal hinreichend gefeierten Reggaemusikern von U-Turn. Beide Bands können mit neuen Programmteilen aufwarten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, aber jeder wird sich an diesem Abend auch informieren können, wie er Geld und Zeit sinnvoll zur Bekämpfung von rechter Gewalt einsetzen kann.

Ort: Pub 18, Rosendahler Straße 18

Beginn: etwa 20.30 Uhr

Eintritt frei

Infos: www.kultur-en.de www.u-turn-sound.de www.myspace.com/watchitcrash

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Montag, 25.01. 18 Uhr -

Offizielle Auftaktveranstaltung

Ort: Rathaus der Stadt Gevelsberg -Ratssaal-, Rathausplatz 1

Programmvorstellung

• Begrüßung Bürgermeister Claus Jacobi

• Einführungsvortrag durch Ralf-Erik Posselt - Gewaltakademie Villigst - (Themen: Wie treten Rechtsextreme auf? Wie suchen sie Kontakt? Was sind ihre Merkmale?), anschl. Diskussion

• Ziel: Sensibilisieren, appellieren und aufklären

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Dienstag, 26.01.

Zum pädagogischen Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen

Viele Angebote an pädagogische Kräfte haben die Prävention junger Menschen vor Rechtsextremismus zum Ziel. Doch wie verhalte ich mich, wenn Jugendliche bereits rechtsextrem orientiert sind? Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen - kurz IDA-NRW - bietet Beratung, Austausch und Begleitung für die Arbeit mit Jugendlichen und richtet sich konkret an Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit.

Ort: Städt. Jugendzentrum, Schulstraße 13

Dauer: 14.00 - 16.00 Uhr Anmeldung erwünscht

Infos und Anmeldung: Adriana Ruiu (Jugendzentrum); Tel. 02332 5570-12 oder

Mail: jugendzentrum@stadtgevelsberg.de

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Dienstag, 26.01.

„Walküren, Mädels, Mütter - Frauen und Rechtsextremismus“ - Vortrag mit Filmbeispielen und anschließender Diskussion

Neuere Studien zu Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft zeigen: Frauen und Mädchen äußern in ähnlichem Umfang wie Männer rechtsextreme und rassistische Einstellungen. Auch in der Szene der extremen Rechten sind Frauen und Mädchen zunehmend aktiv. Das Engagement ist dabei so vielfältig wie die Lebensentwürfe der Frauen: Mädchen in Cliquen, Kämpferinnen auf der Straße, Aktivistinnen, Akademikerinnen, Karrierefrauen, Geschäftfrauen, Redakteurinnen etc. Obwohl Frauenfeindlichkeit und Sexismus fester Bestandteil des rechtsextremistischen Weltbildes sind, engagieren sich Frauen in dieser Szene. Galten Frauen in der rechten Szene lange als „Anhängsel“ der Männer, gestalten sie jetzt vermehrt die Inhalte mit, gründen eigene Organisationen mit regionalen Auslegern und gewinnen so an Einfluss.

Was treibt diese Frauen an? Welche Einstellungen oder frauenpolitischen Vorstellungen haben sie? Was versprechen sie sich von ihrem Engagement? Welche Rolle spielen sie innerhalb der Szene? Diesen Fragen soll in einem Vortrag mit Filmbeispielen nachgegangen werden. Darüber hinaus wird untersucht, welche Zusammenhänge und fließenden Übergänge es zu Entwicklungen und frauenpolitischen Vorstellungen in der Mitte der Gesellschaft gibt, bei denen die Aufwertung der traditionellen Frauenrolle als Lösung für gesellschaftliche und ökonomische Probleme angepriesen wird (z.B. von Eva Hermann).

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Referentinnen: Dipl. Soz.päd. Adelheid Schmitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Neonazismus, Fachhochschule Düsseldorf und Dipl. Soz.päd. Isolde Aigner, päd. Mitarbeiterin mit dem Themenschwerpunkt „Gendermainstreaming“

Ort: Bürgerhaus „Alte Johanneskirche“, Uferstraße 3

Beginn: 19 Uhr Anmeldung erwünscht

Infos und Anmeldung: Christel Hofschröer, Gleichstellungsstelle der Stadt Gevelsberg,

Tel. 02332 771-124 oder

Mail: gleichstellung@stadtgevelsberg.de

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Mittwoch, 27.01.

Vortrag und Diskussion über rechte Gewalt, Rassimus, Drogen, Alkohol und die Bedeutung einer guten Bildung mit Sidney Youngblood, Joe Thompson, Haddaway, Gabriella Massa, Nick und dem Schulpaten Sir Jesse Le Davis jr.

Gerade in der Welt Jugendlicher spielen Idole eine große Rolle. Auf Initiative des Paten der Hauptschule Gevelsberg, Sir Jesse Le Davis, werden international bekannte Musiker nach Gevelsberg kommen und mit den Schülern über ihre Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit Gewalt und weiteren Themen diskutieren.

Ort: Hauptschule Gevelsberg, Am Hofe 14

Beginn: 11 Uhr Infos: Hauptschule Gevelsberg, Tel. 02332 920-430

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Mittwoch, 27.01.

Schule live - wie geht Schule mit dem Thema Rechtsextremismus im Unterricht Anhand einer öffentlichen Schulstunde erhalten Eltern und interessierte Bürgerinnen und Bürger einen Einblick in die aktuelle Unterrichtsgestaltung des Gevelsberger Gymnasiums zum Thema „Rechtsextrermismus“. Im Anschluss an die Unterrichtsstunde besteht die Möglichkeit einer gemeinsamen Diskussion mit den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern.

Ort: Rathaus der Stadt Gevelsberg - Ratssaal-, Rathausplatz 1

Beginn: 15 Uhr (bis etwa 17 Uhr)

Infos: Gymnasium Gevelsberg, Herr Rieger, Tel. 02332 920-460

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Mittwoch, 27.01.

Vortrag mit Diskussion „Welche seelischen und zwischenmenschlichen Bedingungen fördern die Entwicklung von Zivilcourage - wo liegen die Grenzen“

Verschiedene Geschehnisse in jüngster Vergangenheit haben das Thema „Zivilcourage“ in der gesellschaftlichen Diskussion in den Fokus gerückt. Doch was ist überhaupt Zivilcourage? Und wie kann die Entwicklung von Zivilcourage gerade bei Kindern und Jugendlichen gefördert und dauerhaft unterstützt werden? Mit diesen Fragen und noch weiteren interessanten Aspekten wird sich Dr. Heiner Sasse in seinem Vortrag auseinandersetzen.

Leitung: Dr. Heiner Sasse (Niedergelassener Psychoanalytiker in Witten, Mitglied der Gewaltpräventionsgruppe in Gevelsberg, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Individual-psychologie (DGIP), Lehranalytiker Alfred - Adler -Institut Düsseldorf

Zielgruppe: ErzieherInnen, LehrerInnen, Eltern und am Thema interessierte BürgerInnen

Ort: Realschule Alte Geer, Alte Geer 4

Dauer: 17.00 - 19.00 Uhr, Anmeldung erwünscht

Anmeldung und Infos : Michael Pfleging,

Stadt Gevelsberg, Tel. 02332 771-108 oder Mail: bdb@stadtgevelsberg.de

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Mittwoch, 27.01.

Film „Die Anwälte“ von Birgit Schulz

Zeit: 20 Uhr

Ort: filmriss-Kino, Rosendahler Straße 18

Eintritt: 6 € für Erwachsene, 5 € Jugendliche und 3,50 € Schüler mit Schülerausweis

Ausführliche Informationen siehe Beschreibung zum 21.01.2010

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Donnerstag, 28.01.

Fußball-Turnier „Kick für Toleranz und Miteinander“

Zielgruppe: 5./6. und 8./9. Klassen der weiterführenden Schulen

Zeit: 09.00 bis 13.00 Uhr

Ort: Sporthalle West

Organisation und Infos: Mark Kirchhoff (Hasencleverschule, Mail: info@hasencleverschuel,de)

und Marco Marcegaglia (Stadt Gevelsberg), Tel. 02332 771-177 oder Mail: sport@stadtgevelsberg.de

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Donnerstag, 28.01.

Informationsveranstaltung „Woran erkenne ich, dass mein Kind rechtsextrem denkt bzw. ist?“

Rechtsextremismus kennt verschiedene Ausprägungen. Da sind die bekannten Auftritte von Neonazis in Form von Demonstrationen. Bekannt sind auch die gewalttätigen Übergriffe. Doch es gibt auch ganz Wege der Darstellung von Rechtsextremismus, die eben nicht so prägnant sind, die eben nicht sofort auffallen, wie die zuvor genannten Aspekte. So werden vielfach Symbole eingesetzt, es gibt bestimmte Musikgruppen und PC-Spiele sowie das Internet überhaupt ein riesiges Sammelbecken rechtsextremen Gedankengutes ist.

Ralf-Erik Posselt wird in seinem Vortrag und dem anschl. Austausch mit den Zuhörer/innen gerade auf diese Punkte eingehen. Sein Ziel ist es, Eltern wie Vereinsverantwortliche für die wichtige Thematik zu sensibilisieren, um so Persönlichkeitsentwicklungen vorzubeugen und damit einer Verfestigung des Gedankengutes und mglw. eines Jugendlichen in der rechten Szene zu verhindern.

Ralf-Erik Posselt, Pädagoge und Diakon, ist Referent im Amt für Jugendarbeit und dem Bündnisbüro für Toleranz und Zivilcourage der Evangelischen Kirche von Westfalen. Er ist Gründungsmitglied von ARIC-NRW, IDA, Aktion Courage und von Schule Ohne Rassismus und gehört dem Villigster Deeskalationsteam der Gewalt Akademie Villigst an.

Zielgruppe: Eltern, deren Kinder weiterführende Schulen besuchen, und Vertreter/innen von Vereinen, die Jugendliche betreuen

Zeit: 19.30 Uhr

Ort: FSV-Bistro, Stadion Stefansbachtal

Anmeldung erwünscht

Infos und Anmeldung : Michael Pfleging (Stadt Gevelsberg), Tel. 02332 771-108 oder Mail bdb@stadtgevelsberg.de

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Donnerstag, 28.01.

Film „Das weiße Band“ von Michael Haneke

Es ist das Jahr 1913/14 und der Erste Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Im protestantischen Dorf Eichwald im Norden Deutschlands hat der Pastor mit seinen überzogenen Moralvorstellungen das Sagen. Seine Schüler im Chor lässt er schon für kleinste Verfehlungen durch das Tragen eines weißen Bandes büßen. Auch sonst herrschen hinter den Fassaden der Häuser teils unmenschliche Verhältnisse. Eines Tages beginnen mysteriöse Gewalttaten im Stile ritueller Bestrafungen die Gemeinde zu terrorisieren. Doch wer steckt dahinter?

Zeit: 20 Uhr

Ort: filmriss-Kino, Rosendahler Straße 18

Eintritt: 6 € für Erwachsene, 5 € Jugendliche und 3,50 € Schüler mit Schülerausweis

Infos: www.filmriss.de

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Freitag, 29.01.

Fachtagung „Integration“

Ort: Rathaus - Ratsfoyer und -saal -

Zeit: 10.00 bis 14.30 Uhr

Das Zusammenleben von Deutschen und Zuwanderern ist eines der zentralen Themen auf kommunaler Ebene. Bereits heute hat jeder Vierte der in Gevelsberg lebenden Menschen einen Migrationshintergrund. Dieser Anteil wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Das Thema „Integration“ ist damit eine der wichtigsten kommunalpolitischen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.

Erstmalig nimmt daher die Stadt Gevelsberg am KOMM INProgramm des Landes Nordrhein-Westfalen teil, in dessen Rahmen am Freitag, 29. Januar 2010, von 10.00 bis 14.30 Uhr im Rathaus der Stadt Gevelsberg eine Integrationstagung stattfindet. Mit allen in Gevelsberg in der Integrationsarbeit tätigen Akteuren, Ausländern und Organisationen von Migranten, Schulen, Kitas etc. wird in vier Workshops aufgezeigt, welche positiven Ansätze, Modellprojekte und Aktivitäten in Gevelsberg vorhanden sind, um im zweiten Schritt Problemlagen, mögliche Ziele und Wege zur weiteren Verbesserung zu benennen und Ideen und Schritte zu entwickeln.

Die vier Themenbereiche sind:

 Bildung + Ausbildung,

 Frauen und Stadtentwicklung,

 Kinder und Jugendliche,

 Zusammenleben.

Am Ende der Tagung sollen für Politik und Verwaltung Vorschläge erarbeitet werden, was zukünftig in Gevelsberg in der Integrationsarbeit unternommen werden soll.

Infos: Achim Battenberg (VHS EN-Ruhr-Süd), Tel. 02332 9186- 120 oder Mail: info@vhs-en-sued.de

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Freitag, 29.01.

Andacht zum offiziellen Abschluss der Aktionswoche

Traditionell endet die Aktionswoche mit einer Abschlussveranstaltung, bei der ein Rückblick auf die Aktionswoche und ein Ausblick auf kommende Aktionen und Projekte getan wird. Dabei werden auch Erkenntnisse und Ergebnisse der Woche vorgestellt und ggf. diskutiert.

Zeit: 19.30 Uhr

Ort: Erlöserkirche, Elberfelder Straße 16

Infos: Michael Pfleging (Stadt Gevelsberg), Tel. 02332 771-108 oder Mail bdb@stadtgevelsberg.de

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Samstag, 30.01.

Konzert der Folk-Song-Gruppe „Zündschnüre“ Friedenslieder, Bürgerrechtssongs, antifaschistische und Arbeiterlieder aus gut 200 Jahren Kampf und Auseinandersetzung zwischen "denen da oben" und "uns da unten" - das ist das Programm der Songgruppe ”Zündschnüre”. Ursprünglich als “Songgruppe Jürgen Schade, Genossinnen und Genossen” aus gemeinsamen Singeabenden entstanden, wurde der Name 2006 geändert - auch als Hommage an den “Vater” des Zündschnüre- Songs - Franz-Josef Degenhardt.

Dabei hat die etwas ungewöhnlich instrumentierte Gruppe (akustische Gitarre, E- Gitarre, E- Bass, kein Schlagzeug) die Instrumente eigentlich nur zur Unterstützung der - je nach Zeitbudget - 5 bis 10 Sängerinnen und Sänger. Die Darbietung erinnert ein wenig an die in den 60er und 70er Jahren allgegenwärtigen Agitpropgruppen.

Für jeden Hörerkreis mixen die “Zündschnüre” ein Programm, das zwei Ziele hat: Freude zu bereiten - den Sängern, wie den Zuhörern - und dabei das rüber zu bringen, was die Songgruppe seit vielen Jahren sowieso bewegt: linke Politik ohne wenn und aber.

Zeit: 18.00 Uhr

Ort: filmriss-Kino, Rosendahler Straße 18

Eintritt: frei

Gemeinsame Veranstaltung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Kreisvereinigung Ennepe-Ruhr (VVN-BdA) und der IG Metall Gevelsberg-Hattingen

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Montag, 1.02.

Theaterstück „Hin&Weg.sehen“ von Beate Albrecht

Ein Theaterstück für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt für Kinder der 8. und 9. Jahrgangsstufe Inhalt: Sem und Jule waren füreinander bestimmt, doch dann ist alles anders gelaufen. Verletzungen, Mobbing, Vorurteile haben sie getrennt, so liegen sie seit Jahren mit ihren Cliquen im Clinch. Alles im Rahmen, trotz empörter Reaktionen aus der Erwachsenenwelt, bis rechtsradikale Schläger und deren menschenverachtendes Gedankengut die Situation eskalieren lassen. Während Sem und seine Freunde um ihr Leben fürchten, denkt Jule immer noch, dass sie für die rechte Sache kämpft. Bis sie schmerzlich erkennen muss, dass Rechts nicht Recht ist.

Ort: filmriss-Kino, Rosendahler Straße 18

Beginn: 10.30 Uhr

kein Eintritt - Anmeldung erwünscht

Infos und Anmeldung: Klaus Fiukowski (Stadt Gevelsberg), Tel. 02332 771-115 (oder -108) oder Mail: bdb@stadtgevelsberg.de

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Montag, 01.02.

Film „Das weiße Band“ von Michael Haneke

Zeit: 17 und 20 Uhr

Ort: filmriss-Kino, Rosendahler Straße 18

Eintritt: 6 € für Erwachsene, 5 € Jugendliche und 3,50 € Schüler mit Schülerausweis

Ausführliche Informationen siehe Beschreibung zum 28.01.2010

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Dienstag, 02.02.

Film „Das weiße Band“ von Michael Haneke

Zeit: 20 Uhr

Ort: filmriss-Kino, Rosendahler Straße 18

Eintritt: 6 € für Erwachsene, 5 € Jugendliche und 3,50 € Schüler mit Schülerausweis

Ausführliche Informationen siehe Beschreibung zum 28.01.2010

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Projektangebote

Zusammenarbeit des Jugendmigrationsdienstes der AWO und des Städtischen Jugendzentrums mit den weiterführenden Schulen in Gevelsberg.

Audiobeitrag mit dem Arbeitstitel „In was für einem Gevelsberg willst DU leben?“

Projektteilnehmer: 9-10 Schüler

Arbeitsgruppen: 3

Jahrgang: 9-10

Anzusprechendes Klientel: Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren

Projektdauer: 2 Wochen (1Woche Interviews, 1 Woche Auswertung)

Planungszeitraum: 18.01.2010 bis zum 29.01.2010

Befragungsorte: Jugendcafé, Kursangebot der AWO, Sportverein, Musikverein, Schule, Fußgängerzone etc.

Projektbeschreibung:

„In was für einem Gevelsberg willst du leben?“, ist nicht nur Arbeitstitel, sondern abschließende Frage der Interviews, deren Antwort transparent machen soll, ob und was die Gevelsberger Jugend sich für ein multikulturelles Gevelsberg wünscht.

Hierbei geht es um Sichtweisen, Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der in Gevelsberg lebenden Jugendlichen zum Thema „Multikulturelles Leben in unserer Stadt“. „Was war, ist und wie würdest du es dir in Zukunft wünschen?“

Aus unterschiedlichen Institutionen wie z.B. das Jugendcafé des Jugendzentrums, Sportvereinen, Schulen etc. und an öffentlichen Orten wie in der Gevelsberger Innenstadt sollen Jugendliche angesprochen und interviewt werden zu diesem Thema - anonym und wertfrei. Das große Spektrum der Klientel soll einen repräsentativen Querschnitt Gevelsberger Jugendlicher darstellen, gleich welcher Nationalität, welchen sozialen Standes, welchen Bildungsweges.

Einen Einblick in die Sichtweisen der Jugendlichen zu erhalten, um sie besser verstehen zu lernen und bedarfs- und bedürfnisorientierter für und mit Jugendlichen arbeiten zu können, ist das Ziel des Projektes.

Vorgehensweise und Fragenkatalog

I. Die Interviewer stellen sich den Jugendlichen vor

Aktionswoche

Projekt

II. Rahmenbedingungen klarstellen

Anonym

Alter und Nationalität/ Herkunft abfragen

III. Fragenkatalog

1.

1.1 Bei Nichtdeutschen:

Fühlst du dich in Gevelsberg zu Hause?

Wenn ja/nein: Warum?

1.2 Wie empfindest du die „bunte Mischung“ (damit meinen wir das Zusammenleben der verschiedenen Nationalitäten, Kulturen...) in Gevelsberg?

2.

2.1 Wie sieht es mit der „bunten Mischung“ in deinem Umfeld/ Freundeskreis aus?

2.2 Warum?

3.

3.1 Bei negativer Sichtweise: In was für einem Gevelsberg willst du leben?

3.2 Bei positivem Meinungsbild: Was würdest du dir noch wünschen zur Verbesserung eines multikulturellen Gevelsbergs (eines friedlichen Miteinanders)

IV. Dank

Ansprechpartner: Uli Hückelheim, Städt. Jugendzentrum, Tel. 02332 5570-11, Mail: jugendzentrum@stadtgevelsberg.de

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Weitere aktuelle Informationen:

www.gevelsberg.de und www.ggrg.eu

© VVN-BdA Ennepe-Ruhr